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Kaffeegeschichte

Grundzüge

Im Hochland von Äthiopien liegt der Ursprung des Kaffeebaumes. Ursprünglich erreichte der Baum Höhen bis ca. 10m. In den Bergwäldern des Königreiches „Kaffa“ liegt die Urheimat des Kaffeebaumes. Von vorbeiziehenden Nomaden wurden die Früchte gekaut.
Im 9. Jahrhundert, vielleicht aber auch schon früher gewann man aus den Früchten der wild wachsenden Pflanze ein Getränk. Wahrscheinlich wurde der vergorene Saft der Kaffeekirschen mit Wasser verdünnt und dann getrunken. Erst später entdeckte man, dass die zerstoßenen Bohnen viel ergiebiger zubereitet werden konnten und ein weit besseres Aroma hervorbrachten. Der berühmte persische Arzt und Philosoph Ibn Sina (Avicenna) erkannte die Wirkung des Koffeins als stimulierendes Mittel schon 1015 und verwendete die Kaffeepflanze als medizinisches Heilmittel.
Im 11. Jahrhundert pflanzten die Araber auf künstlich bewässerten Küstenhängen des roten Meeres erstmals Kaffee. Im Jemen wurde auf Steinplatten Kaffee zum ersten Mal geröstet.
Das Wort Kaffee leitet sich hingegen nicht von der Provinz Kaffa ab, sondern vom altarabischen Wort "qahwah". Gemeint war damit der Wein, der gläubigen Moslems verboten war. Wegen der anregenden und leicht berauschenden Wirkung wurde der Kaffee von nun an Stelle des vergorenen Traubensaftes "Wein des Islams" genannt.

Legenden

War es Allah selbst der uns diese Droge bescherte? Nach der islamischen Legende soll der Erzengel Gabriel dem Propheten Mohammed mit dem Gebräu von einer schweren Schlafsucht geheilt haben. Schon nach einigen Schlucken erstarkte Mohammed derart, dass er sogleich 40 Reiter aus dem Sattel hob und in einer Nacht 40 Jungfrauen in die Liebe einweihte.
Weit weniger aufregend ist die Geschichte von der Ziegenherde und dem Hirten Kaldi. In der Nähe des Klosters Schehodet im Jemen wunderte sich dieser über seine Tiere, welche auch in der Nacht fröhlich herumsprangen, nachdem sie die Früchte des Kaffeestrauches gefressen hatten und ihn um seinen Schlaf brachten. Gemeinsam mit den Mönchen fand er die Ursache. Die Mönche trockneten die Beeren, zerstießen sie zu einem Pulver und schütteten es in heißes Wasser. Sie kosteten den Sud und kamen als erstes in den Genuss des belebenden Getränkes.

© E. Mayr, K. Falkner